Die bakterienfreie Behandlung?

Der Schlüssel für das Erhalten von wurzelkanalgeschädigten Zähnen ist die Schaffung von Bakterienfreiheit innerhalb des Wurzelkanalsystems. Da die bakterielle Belastung im Wurzelkanalsystem zu den Entzündungsprozessen geführt hat, ist der gesamte Behandlungsweg bakterienfrei zu gestalten. Dies beginnt mit dem ersten Behandlungsschritt, indem das OP-Feld - also der zu behandelnde Zahn – durch einen Spanngummi, dem sogenannten Kofferdam, von den anderen Zähnen, dem Speichelfluss der Mundhöhle und von den dort sitzenden Bakterien getrennt wird, um die aufwändige Wurzelkanalbehandlung  in einem bakterienfreien Umfeld durchführen zu können. Auch die komplette Entfernung des nekrotischen Gewebes, die anschließenden Spülungen sowie die Wurzelkanalfüllungen mit sich verflüssigendem Guttapercha-Material dienen dem Zweck, alle Bakterien im Wurzelkanalsystem zu eliminieren. Der bakterienabdichtende Verschluss des behandelten Zahnes führt dann dazu, dass die endgültige Versorgung des Zahns durch den Stammzahnarzt zeitnah erfolgen kann, so dass der Zahn lange erhalten bleibt.

 Diese Bakterienfreiheit schafft die Chance, den Zahn auf Jahrzehnte hinweg erhalten zu können.