Behandlung von Zahntrauma/Wurzelfraktur

Unfallbedingte Verletzungen der Zähne und des Zahnhalteapparates können bei falscher oder unterlassener Therapie zu erheblichen funktionellen und ästhetischen Schäden führen, die sich lebenslang auf die Mundgesundheit auswirken. Oft treten diese Folgeschäden auch erst Jahre nach dem Unfall auf.

Durch Trauma geschädigte Zähne können vom Körper abgestoßen und aufgelöst werden (Resorption), sich entzünden oder verkalken (Kalzifikationen). Bei Kindern und Jugendlichen kann die Zahn- und Wurzelentwicklung gestört werden und der Zahn bildet sich nicht weiter aus. Oftmals müssen diese Zähne dann gezogen werden.

Da Kinder und Jugendliche am häufigsten betroffen sind, kann der frühe Zahnverlust sich auf die Sprachbildung auswirken und Probleme in der sozialen Entwicklung nach sich ziehen. Weiterhin ist bei jungen Patienten das Ersetzen von Zähnen durch Implantate auf Grund des nicht abgeschlossenen Körper- und Kieferwachstums oftmals nicht möglich.

Bei zeitnaher und richtiger Therapie können solche Zähne oftmals erhalten werden. Hierbei spielt vor allem die Zeit zwischen Unfall und zahnärztlicher Versorgung sowie die Lagerung des ausgeschlagenen Zahnes bzw. des abgebrochenen Stückes eine essentielle Rolle. Bei Zahnunfällen sollten Sie sich umgehend bei einem Zahnarzt/Endodontologen vorstellen, da die Prognose des Zahnes bei sofortiger Intervention deutlich besser ist. Sollte der Zahn ausgeschlagen sein, muss dieser feucht gelagert werden und die Wurzeloberfläche sollte wenn möglich nicht berührt werden. Bitte sehen Sie davon ab, ausgeschlagene Zähne selbst zu reinigen. Lagern Sie diesen nach Möglichkeit in einer Zahnrettungsbox (in Kindergärten, Schulen und Sportvereinen stehen diese zur Verfügung). Alternativ kann H-Milch oder Isotone Kochsalz-Lösung verwendet werden.

Die hochkomplexe Therapie von traumatisch geschädigten oder frakturierten Zähnen sollte von Spezialisten durchgeführt werden.